Holocaust-Überlebende und bedürftige ältere Menschen stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Mit individuell abgestimmten Hilfsangeboten unterstützen wir sie dabei, ihren Alltag besser zu bewältigen, ihre Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Ein engagiertes Netzwerk von Freiwilligen liefert alle zwei Monate nahrhafte Lebensmittelpakete direkt zu den Menschen nach Hause. Die Pakete sind auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung.
Darüber hinaus umfasst das Hilfsprogramm zahlreiche weitere Unterstützungsangebote. Dazu gehören Wohnungsrenovierungen und barrierefreie Umbauten, medizinische und pflegerische Hilfen sowie Maßnahmen gegen Einsamkeit. Gemeinsame Veranstaltungen und persönliche Begegnungen fördern den sozialen Austausch und helfen, Isolation zu überwinden.
Unser Ziel ist es, Holocaust-Überlebenden und älteren Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein würdevolles, sicheres und möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen.
Für Tausende bedürftiger Holocaust-Überlebender ist eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung keine Selbstverständlichkeit. Viele leben mit einer kleinen Rente und müssen jeden Monat sorgfältig abwägen, wofür ihr Geld ausreicht.
Um sie zuverlässig zu unterstützen, erhalten sie jeden Monat zwei Lebensmittelpakete: eines mit haltbaren Lebensmitteln und eines mit frischen Produkten wie Milchprodukten, Obst und Gemüse. Die Pakete werden von engagierten Freiwilligen direkt bis an die Haustür geliefert und sind auf die Ernährungsbedürfnisse älterer Menschen abgestimmt.
Die regelmäßige Versorgung mit Lebensmitteln trägt nicht nur zu einer gesunden Ernährung bei. Sie entlastet die Betroffenen auch finanziell, sodass ihre begrenzten Mittel für andere wichtige Ausgaben wie Medikamente, Miete oder Energiekosten eingesetzt werden können.
Für viele Holocaust-Überlebende und bedürftige ältere Menschen wird die eigene Wohnung im Alter zur Herausforderung. Altersbedingter Verschleiß, mangelnde Barrierefreiheit und notwendige Reparaturen können die Sicherheit im Alltag erheblich beeinträchtigen und das Risiko von Stürzen und Verletzungen erhöhen.
Mit unserem Wohnungsreparaturprogramm schaffen wir ein sicheres und altersgerechtes Wohnumfeld. Dazu gehören die Beseitigung von Sicherheitsmängeln, notwendige Renovierungsarbeiten sowie barrierefreie Anpassungen der Wohnung. So werden beispielsweise Haltegriffe installiert, Türdurchgänge verbreitert oder Badewannen durch barrierefreie Duschen ersetzt.
Diese Maßnahmen helfen den Betroffenen, möglichst lange selbstständig und sicher in ihrem vertrauten Zuhause zu leben und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
4.000
Wohnungen wurden im letzten Jahrzehnt renoviert
Für viele Holocaust-Überlebende und bedürftige ältere Menschen ist Einsamkeit eine ebenso große Belastung wie finanzielle Not. Fehlende soziale Kontakte und das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein, beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sondern häufig auch die körperliche und seelische Gesundheit.
Mit dem Programm „Aid for Life“ (Hilfe fürs Leben) setzen wir dieser Isolation etwas entgegen. Mehr als tausend engagierte Freiwillige besuchen regelmäßig Holocaust-Überlebende und ältere Menschen in ihrem Zuhause. Sie bringen nicht nur praktische Hilfe mit, sondern vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und persönliche Zuwendung.
Durch den kontinuierlichen Kontakt entstehen vertrauensvolle Beziehungen. Die Freiwilligen erkennen frühzeitig, wenn Unterstützung benötigt wird, helfen bei alltäglichen Herausforderungen und tragen dazu bei, dass wichtige Bedürfnisse nicht unbeachtet bleiben.
Aid for Life schenkt älteren Menschen nicht nur praktische Unterstützung, sondern auch das Gefühl, gesehen, begleitet und wertgeschätzt zu werden.
1.350
engagierte, regelmäßige Ehrenamtliche
Über 10
Veranstaltungen für das soziale Miteinander seit Beginn des Jahres 2025
Neben der Versorgung mit Lebensmitteln und der persönlichen Begleitung unterstützt LATET Holocaust-Überlebende und bedürftige ältere Menschen auch bei vielen weiteren Herausforderungen des Alltags. Ziel ist es, ihre Selbstständigkeit zu erhalten, ihre Gesundheit zu fördern und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Durch den regelmäßigen Kontakt mit den Betroffenen und den engen Austausch mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern werden individuelle Bedürfnisse frühzeitig erkannt. So kann schnell und unbürokratisch geholfen werden.
Für akute und besondere Bedarfe steht ein spezieller Unterstützungsfonds zur Verfügung. Er finanziert unter anderem zahnärztliche Behandlungen, Sehhilfen, Inkontinenzprodukte, warme Winterkleidung, Notrufsysteme sowie weitere dringend benötigte Hilfsmittel. Sämtliche Leistungen sind für die Holocaust-Überlebenden kostenfrei und werden direkt in ihrem häuslichen Umfeld organisiert.
Das haben wir im Jahr 2025 erreicht:
520
Wohnungen renoviert und barrierefrei gestaltet
1.700
Brillen ausgegeben
130
Zahnbehandlungen durchgeführt
200
ältere Menschen erhalten monatlich Inkontinenzprodukte
Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Holocaust kämpfen viele Überlebende in Israel noch immer mit den Folgen von Armut, Krankheit und Einsamkeit. Nach Angaben der israelischen Hilfsorganisation LATET lebt etwa jeder vierte Holocaust-Überlebende unter der Armutsgrenze. Für viele reicht die Rente kaum aus, um Lebensmittel, Medikamente oder dringend notwendige Reparaturen an der eigenen Wohnung zu finanzieren.
Unser Ziel ist es, Holocaust-Überlebenden, die heute auf Unterstützung angewiesen sind, ein würdevolles, sicheres und möglichst selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu gehören eine verlässliche Versorgung mit Lebensmitteln, medizinische und soziale Unterstützung, barrierefreier Wohnraum sowie persönliche Begleitung im Alltag. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass ältere Menschen trotz schwieriger Lebensumstände soziale Teilhabe, Sicherheit und Lebensqualität erfahren.
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